Ruck zuck rauf auf die Bühne – Die Stage Ahead in Wiesbaden macht’s möglich

Seit 2007 gibt es in Wiesbaden die Musikschule Stage Ahead. Die Schüler, egal ob groß oder klein, schätzen die familiäre Atmosphäre vor Ort. Perfekt muss hier niemand sein. Die Freude an der Musik, am Instrument und am gemeinsamen Musizieren stehen hier ganz im Vordergrund. Doch was unterscheidet das Konzept der “Stage Ahead – School for popular music” von anderen Musikschulen? Ich habe mit Musikschulleiter Tom Bornemann, gesprochen. Im Interview verrät er uns mehr über das Lernkonzept und natürlich auch, wie er selbst zur Musik gefunden hat.

Die etwas andere Musikschule in Wiesbaden – Interview mit Tom Bornemann von der Stage Ahead

Tom Bornemann am Bass
(FOTO: Stage Ahead) Mit dem Akkordeon fing alles an. Heute ist der Bass sein Lieblingsinstrument und die Musikschule Stage Ahead in Wiesbaden seine große Leidenschaft.

The Story Carousel:
Hallo Tom, schön, dass Du uns ein wenig über die Stage Ahead Musikschule erzählen magst. Aber bevor wir dazu kommen, wollen wir natürlich wissen: Seid wann schlägt Dein Herz für die Musik? Mit welchem Instrument hat bei Dir alles begonnen?

Tom Bornemann:
Das ist recht lustig. In meiner Familie hat niemand vor mir ein Instrument gespielt. Mit sechs Jahren habe ich meinen Eltern eröffnet, dass ich Klavier spielen möchte. Meine Eltern waren natürlich sehr erstaunt und haben gar nicht verstanden, woher das Interesse an Musik kam. Ich weiß es übrigens bis heute selbst nicht. Wahrscheinlich liegt mir Musik einfach im Blut! *lacht*

Wir wohnten damals in Raunheim, in einem Hochhaus zur Miete. Ich habe zwei Geschwister und teilte mir mit meinem kleineren Bruder das Zimmer. Platz für ein Klavier gab es nicht. Meine Eltern haben mir deshalb anstatt eines Klaviers ein Akkordeon geschenkt und mich zum Akkordeonunterricht angemeldet. Und so habe ich, bis ich 12 Jahre alt war, Akkordeon gespielt.

Als Teenager war Akkordeon aber schließlich nicht mehr cool. Ich habe mir daher eine günstige Akustikgitarre gekauft. Ich glaube, ich war damals richtig gitarrenverrückt. Ich habe ungelogen jeden Tag stundenlang Songs eingeübt. *lacht* Die Gitarre hatte ich im Sommer auch immer auf den Jugendfreizeiten der Kirche mit dabei. Unsere Betreuer haben uns nämlich ganz viele Griffe und Lieder gezeigt und am Lagerfeuer konnten wir abends unsere Lieblingssong zum Besten geben. Das hat richtig viel Spaß gemacht!

The Story Carousel:
Und welchen Song hast Du am liebsten gespielt? Wie bist Du letztendlich zum Bass spielen gekommen?

Tom Bornemann:
Oh, da gab es viele! Ich glaube mein erster Song auf der Gitarre war „Lola“ von The Kings. Aber im Grund habe ich damals alles quer Beet gespielt, auch Beatles-Songs, The Who, die Stones eben alles, was in den 70er-Jahren in war. Noch zu Schulzeiten habe ich meine erste Band „Skyride“ gegründet. Wir haben damals zu 80 Prozent eigene Songs gespielt, die ich komponiert habe. Und im Laufe der Zeit bin ich dann von Bandprojekt zu Bandprojekte getingelt.

Mit einer meiner späteren Bands „The Dawn“ haben wir schließlich regelmäßig Auftritte bekommen. Anfangs habe ich in der Band noch Gitarre gespielt und auch gesungen. Später hatten wir dann einen Sänger, der allerdings gleichzeitig Bassist war. Wir waren damals auf dem Progressiv Rock Trip und haben viel Songs im Stil von Genesis, Yes oder Marillion gespielt, also vor allem Songs mit krummen Taktarten.

Da sich aber Bass spielen und gleichzeitig singen nicht verträgt. Schon gar nicht bei dieser Art von Musik und weil wir mit mir in der Band eh zwei Gitarristen waren, habe ich bei solchen Songs eben kurzerhand den Bass übernommen. Das hat mir schließlich so viel Spaß gemacht, dass ich kaum mehr Gitarre gespielt habe. In den künftigen Bands war ich eigentlich immer der Bassist.

Stage Ahead Bandraum
(FOTO: Stage Ahead) Im Konzertraum der Stage Ahead wird regelmäßig in unterschiedlichen Bandprojekten gemeinsam musiziert.

The Story Carousel:
Und seid wann gibt es die Stage Ahead Music School? Wie kamst Du auf die Idee Deine eigene Musikschule zu gründen?

Tom Bornemann:
1994 bin ich noch während meines Studiums in die Sunnyland Bluesband eingetreten. 1997 hat unsere Band dann einen Plattenvertrag bekommen. Und so habe ich mein Biologiestudium zwar abgeschlossen, mich aber gleich nach Studienende dazu entschieden, eine Musikkarriere zu starten. Allerdings war es bereits damals schwierig nur mit eigener Musik Geld zu verdienen und so habe ich angefangen zu unterrichten. Damals noch in unserem Proberaum im Schlachthof.

Mit der Sunnyland Bluesband sind wir schließlich rund um den Globus unterwegs gewesen. Irgendwann sind wir sogar von der US-amerikanischen Bluessängerin Marla Glenn als Backingband engagiert wurden und so waren wir plötzlich ständig bis zu sechs Wochen am Stück auf Tour.

Zeitgleich mit unserem Plattenvertrag ist 1997 meine Tochter zur Welt gekommen, drei Jahre später mein Sohn. Und als meine Tochter so zwölf Jahre alt war, hatte sie urplötzlich ein riesiges Problem damit, dass ich so viel weg war. Und so musste eine Lösung her, damit ich mehr zu Hause bei meiner Familie sein kann. Gemeinsam mit Gerd Vogel und Martin Stehl, ebenfalls Mitglied der Sunnyland Bluesband, kamen wir somit auf die Idee eine eigene Musikschule zu gründen.

Wir haben dann Räumlichkeiten in Wiesbaden gesucht und schließlich hier am Bismarckring im April 2007 die Stage Ahead gegründet. Und durch mein Musikerumfeld hatte ich mit Gerd und Martin gleich ein paar gute Musiker als Lehrer für ganz unterschiedliche Instrumente wie Gitarre oder Schlagzeug mit an Bord. Gerd ist übrigens bis heute als Gitarrenlehrer dabei!

The Story Carousel:
Eure Musikschule hat ein besonderes Konzept. Erzähl uns ein wenig darüber. Wer kommt alles zu euch an die Stage Ahead, um ein Instrument zu lernen?

Tom Bornemann:
Bevor ich die Stage Ahead gegründet habe, habe ich in diversen Musikschulen unterrichtet. Allerdings hat mir das konventionelle Unterrichtskonzept überhaupt nicht gefallen. Die Schüler sind da nur zum Unterricht hin und danach wieder nach Hause. Sie haben weder andere Lehrer noch Schüler kennengelernt und auch kaum miteinander musiziert. Das fand ich zu anonym.

Für mich hat Musik grundsätzlich mit Geselligkeit zu tun. Musizieren macht meiner Meinung nach erst mit anderen Musikern so richtig Spaß. Aus dieser Erfahrung heraus habe ich mir gedacht: Das will ich bei meiner Musikschule anders machen. Bei uns soll alles offen sein, das heißt man geht mit seinem Schüler auch einfach mal gucken, was die anderen so machen und musiziert auch mal spontan zusammen. Das ist auch didaktisch wertvoll.

Und das schönste für jeden Musiker ist es im Endeffekt vor Publikum aufzutreten. Deshalb auch der Name „Stage Ahead“. Das Konzept zielt darauf ab, die Schüler möglichst schnell auf die Bühne zu bekommen. Das muss nicht sofort eine große Bühne sein, sondern kann auch im kleinen Kreis vor zehn Leuten stattfinden. Aber so ein Auftritt motiviert, gibt Selbstvertrauen und fördert vor allem den Spaß an der Musik.

Gemeinsames musizieren an der Stage Ahead
(FOTO: Stage Ahead) Das gemeinsame musizieren an der Stage Ahead macht einfach Spaß!

The Story Carousel:
Und wie sieht es mit den Unterrichtstarifen aus?

Tom Bornemann:
Wir hatten von Anfang an neben jungen Musikbegeisterten auch viele erwachsene Schüler. Darunter auch viele Senioren. Wir haben gesehen, dass die Standardverträge konventioneller Musikschulen für viele nicht geeignet sind. Immer an einem bestimmten Wochentag zu einer bestimmten Uhrzeit jede Woche Unterricht zu haben, das hat viele Berufstätige und Freiberufler abgeschreckt.

Deshalb gibt es bei uns von Anfang an ein flexibles Tarifsystem. Früher war das ein Gutscheinsystem, das sich aber nicht so bewährt hat. Jetzt haben wir so genannte flexible Tarife, bei denen man die Unterrichtsstunde nach dem eigenen Terminplan jede Woche individuell abstimmen kann. Aber natürlich kann ein Schüler auch jede Woche zur selben Zeit zum Unterricht kommen, wenn das besser passt.

The Story Carousel:
Welche Instrumente kann man bei euch lernen? Und leiht ihr auch Instrumente für Anfänger aus?

Tom Bornemann:
Wir bieten Unterricht für E-Gitarre sowie akustische Gitarren an, für Schlagzeug, Klavier und Ukulele, also quasi für alle Instrumente der Populärmusik, daher auch der Name „Stage Ahead – Music school for popular music. Mit Uwe Friederich haben wir außerdem einen kompetenten Gesangslehrer mit an Bord.

Für klassischen Musikunterricht empfehle ich jedoch eine der konventionellen Musikschule in Wiesbaden und Umgebung. Für Anfänger leihen wir für 15 Euro im Monat E-Gitarren und Bässe samt Verstärker aus. Und natürlich haben wir für den Unterricht auch ein Schlagzeug stehen. Die akustischen Instrumente wie Ukulele oder Gitarre müssen die Schüler allerdings selber mitbringen.

Udo Parker - Ukulele Gott
(FOTO: Stage Ahead) Stage-Ahead Musiklehrer Udo Parker beherrscht nicht nur die Gitarre, sondern trifft auch auf der Ukulele jeden Ton.

The Story Carousel:
Welche Lehrer gibt es an der Stage Ahead und wie suchst Du sie aus?

Tom Bornemann:
Viele Bewerber legen mir zum Vorstellungsgespräch ihr Zeugnis von einer Musikakademie oder Hochschule vor. Natürlich ist das gut, aber Fachkompetenz ist nicht alles. Mir kommt es vor allem darauf an, dass die Person ins Team, also in unsere Stage Ahead Family, passt. Und wichtig ist es auch, dass sie die Fähigkeit mitbringt, unseren Schülern ein Instrument auch didaktisch gut zu vermitteln. Deshalb sehen meine Bewerbungsgespräche auch eher so aus, dass wir ein Stündchen über Musik und das Unterrichten plaudern.

Und natürlich sollte der Lehrer einen guten Draht zu den Schülern aufbauen können, wie zum Beispiel unser Gitarrenlehrer Udo Parker, der ist einfach ein super Typ. Dass er daneben auch noch unheimlich kompetent ist, was das Musikalische angeht, das ist schon fast ein Glücksfall. Die Kinder und auch die erwachsenen Schüler lieben ihn.

Aber wir haben natürlich noch ganz viele weitere tolle Lehrer mit an Bord! Wir mögen uns alle und sind im Grunde sowas wie eine Musiker-Family. Und das überträgt sich eben auch auf das Klima in der Schule und auf die Schüler. Für viele ist die Stage Ahead mittlerweile sowas wie ihr zweites Wohnzimmer. Und genau so soll es sein, denn wir wollen den Schülern einfach das Gefühl vermitteln, dass sie hier ganz locker und ohne Druck ein Instrument lernen können.

(VIDEO: Stage Ahead/Tom Bornemann) Musiklehrer Gerd Vogel (links) und Udo Parker (rechts) haben jahrelange Banderfahrung und jammen auch gemeinsam gerne eine Runde.

The Story Carousel:
Bei euch kann man neuerdings auch Ukulele spielen lernen. Wie kommt es, dass die Ukulele derzeit so im Trend liegt?

Tom Bornemann:
Das ist eine gute Frage, so genau weiß ich das gar nicht. Ich glaube im Grunde hat den Ukulele-Hype damals 1993 dieser Hawaiianer, dessen Namen man sich nie merken kann, mit seinem Song „Somewhere over the rainbow“ ausgelöst. *lacht* Ich glaube alle nennen ihn kurz nur „Iz“. Seitdem ist der Ukulele-Unterricht explodiert.

Aber es hat im Grunde auch einen berechtigten Grund, denn die Ukulele ist einfach zu erlernen, zumindest die Basics. Außerdem kann jeder sich relativ schnell beim Singen begleiten und genau das wollen viele. Zudem ist die Ukulele ein sehr handliches Instrument. Es passt sozusagen in die Handtasche. *lacht*

Und dann ist es noch dazu ein sehr geselliges Instrument. Das gemeinsame Spielen macht einfach Spaß. Auch für Kinder die langfristig gerne Gitarre spielen möchten, eignet sich die Ukulele für den Einstieg. Denn die Griffe auf der Ukulele sind einfacher zu greifen, weil die Bünde enger zusammen liegen. Und die Theorie ist auch nicht ganz so komplex wie bei der Gitarre.

Deshalb ist eine Ukulele eine tolle Sache, um sich an ein Saiteninstrument heranzutasten. Ich würde sagen, was früher die Blockflöte war, ist heute die Ukulele. Auch didaktisch hat die Ukulele ihren Vorteil, denn mit ihr kann man viel schneller Erfolgserlebnisse haben. Und die Ukulele ist auch günstig in der Anschaffung. Du kriegst meist schon für 40 Euro ein ganz gutes Instrument.

The Story Carousel:
Neuerdings bietet ihr auch einen Online-Kurs für Bassisten an. Was erwartet den Schüler?

Tom Bornemann:
Ja genau, unser Online-Kurs für Bassisten heißt „Basszination“. Er ist übrigens kein Coronaprojekt. Der Kurs ist quasi aus der Idee heraus entstanden, dass ich gemerkt habe, dass ich mich als Leiter der Musikschule mehr auf unser Konzept fokussieren möchte. Und das hat eben zeitlich mit dem Unterricht nicht mehr so gut zusammengepasst. Weil ich aber gerne unterrichte, habe ich überlegt wie ich beides kombinieren kann. So kam mir die Idee zu dem Onlinekurs.

Die Videos sind wie ein Mosaik und bauen alle aufeinander auf. Natürlich kommuniziere ich auch regelmäßig mit meinen Schülern entweder über E-Mail oder über Skype. So kann ich auf individuellen Probleme und Bedürfnisse meiner Schüler direkt eingehen. Und ich berücksichtige auch, was der Schüler gerne machen möchte. Ich stelle also ganz individuelle Übungspakete für jeden Schüler zusammen. Diese bestehen zum Beispiel aus Videos, aus Play-alongs und PDF- Dateien mit Noten. So kann ich ganz zeitlich flexibel unterrichten. Jetzt in Corona- Zeiten war das natürlich von Vorteil.

Basszination
(FOTO: Stage Ahead) Bereits vor Corona startete der Bass-Fernlehrgang “Basszination”. Der Kurs wird immer an jeden Schüler angepasst.

The Story Carousel:
Und wie hat Corona die Stage Ahead getroffen?

Tom Bornemann:
Corona war für uns, also die Lehrer und mich, schon ein ganz schöner Schock. Von heute auf morgen war die Musikschule zu und ich saß hier ganz allein zwischen all den Instrumenten. Ich wusste zunächst überhaupt nicht, wie es weitergehen soll. Zum Glück haben die Lehrer und ich uns schnell mit der neuen Situation arrangiert und viele haben entsprechende Online-Angebote entwickelt, zum Beispiel Musikunterricht via Skype oder Zoom oder durch Lernvideos über Whats-App. Der Austausch mit den Schülern fand auch per Mail oder Telefon statt. Das hat echt gut funktioniert.

Und ich war wirklich froh, als ich von fast all meinen Schülern schnell das Feedback bekam, dass sie den Unterricht nicht canceln wollen, weil sie die tolle Atmosphäre bei uns schätzen und hoffen, dass es bald wieder normal weiter geht. Es gab wirklich eine wahre Welle der Solidarität. Wir sind daher bis jetzt gut durch die Krise gekommen und sind allen sehr dankbar für die Unterstützung!

Aber natürlich habe ich ein wenig Angst vor der Zukunft, ich höre ja in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, wie viele Leute in Kurzarbeit sind, oder ihren Arbeitsplatz verloren haben und natürlich von Selbstständigen aus dem Veranstaltungs- und Eventbereich, dass sie kaum Aufträge haben, also dass den Leuten quasi langsam das Geld ausgeht. Ein klein wenig Angst vor einer noch drohenden Kündigungswelle habe ich daher schon. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

The Story Carousel:
Ihr fördert vor allem auch Schüler und junge Musiker. Welche Bandprojekte gibt es bei euch an der Stage Ahead?

Die Bandprojekte sind auf jeden Fall ein entscheidender Teil unseres Stage Ahead-Konzeptes. Unser Slogan heißt ja nicht umsonst: „Stage Ahead – rauf auf die Bühne!“ Und wie kann man besser das Spielen eines Instrumentes lernen, als mit anderen in einer Band zu spielen. Das weiß ich ja auch aus eigener Erfahrung. Bei uns gibt es deshalb auch keinen Gruppenunterricht.

Der Lehrer soll sich im Unterricht auf den einzelnen Schüler konzentrieren und alles andere kann man in den Bandprojekten und Jamsessions lernen. Einige unserer Schülerbands wie Gapless, sind zum Beispiel bereits auf dem Wiesbadener Stadtfest oder auch bei der Rock-Pop-Rambach aufgetreten. Und Gapless wurde auch bereits für Gagen engagiert. Das ist natürlich ein tolles Gefühl für die Jugendlichen, mit der eigenen Musik ein wenig Geld zu verdienen.

(VIDEO: Stage Ahead/Tom Bornemann) Die Schülerband Gapless rockt die Bühne mit dem Song “No Roots”.

Wir veranstalten außerdem regelmäßig Schülerkonzerte, zuletzt zum Beispiel im Jugendzentrum Koop in Taunusstein. Ich schaue, dass es immer mal eine andere Location ist, damit es auch ein wenig Abwechslung für die Schüler gibt. Und dann veranstalten wir auch einmal im Jahr, immer Ende Januar bzw. Anfang Februar, unseren Tag der offenen Tür, wo die Schüler ihre eingeübten Songs präsentieren können.

Und dann gibt es unsere Ukulen-Orchster, die mittlerweile weltberühmten „Stagies“, oder auch die “Strings Ahead”. Und neuerdings auch unsere “Lelies”, unser Kids-Ukulele-Orchester, das im letzten Jahr anlässlich des Weltkindertages aufgetreten ist.

(VIDEO: Stage Ahead/Tom Bornemann) Die Stage Ahead Ukuleleband “The Stagies” begeisterte mit dem Song “Down On The Corner” das Publikum auf dem Wiesbadener Stadtfest 2019.

The Story Carousel:
Welche Zusatzangebote bzw. Workshops zur Musik bietet ihr noch an der Stage Ahead an?

Tom Bornemann:
Es gibt zum Beispiel eine Basement-Session für die E-Instrumente, die findet alle vier bis sechs Wochen bei uns in der Stage Ahead statt. Da treffen sich erwachsene Schüler zum gemütlichen Beisammensein mit Musik. Wir bieten dann meist auch ein kleines, kaltes Buffet an, sitzen gemütlich zusammen, tauschen uns zur Musik aus und zwsichendrin wird gemeinsam gejammt.

Teilweise haben wir die Songs bereits im Vorfeld abgesprochen, damit sich jeder ein wenig vorbereiten kann, teilweise jammen wir aber auch einfach ganz spontan ein paar Songs. Das macht immer richtig viel Spaß! Und jeder kann auch mal alle Instrumente ausprobieren. Und das Schöne ist eben diese unverfängliche Atmosphäre. Es sind alles Schüler, von denen noch keiner sein Instrument perfekt beherrscht. Und so braucht auch niemand Angst haben und jeder kann einfach drauflos spielen.

Oft entstehen so viele schöne Arrangements, gerade dadurch, dass man einfach so locker ist. Ganz im Gegensatz zu den öffentlichen Jam-Sessions, wo man eben nie weiß, ob nicht doch die Musikerpolizei vorbeischaut. *lacht* Aber hier spielt Perfektion eben überhaupt keine Rolle. Neuerdings bieten wir diese Art der Jamsession übrigens auch für die Akustikinstrumente wie Gitarren und Ukulelen an.

Wonderful Tonight

Unsere Schüler Peer & Tom spielen Eric Claptons "Wonderful Tonight" mit prominenter Unterstützung von Porky Kronier, an den ein ganz großes DANKESCHÖN rausgeht, weil er sich immer wieder zur Verfügung stellt, um junge Musiker zu fördern.

Gepostet von Stage Ahead Musicschool am Dienstag, 4. Februar 2020

(VIDEO: Stage Ahead) Die Schüler Peer & Tom spielen Eric Claptons “Wonderful Tonight” am Tag der offenen Tür 2020 mit prominenter Unterstützung von Porky Kronier (Gesang) sowie Udo Parker (Akustikgitarre) und Gerd Vogel (E-Gitarre).

The Story Carousel:
Welche Pläne gibt es für die Zukunft? Wird es bald wieder einen Tag der offenen Tür geben?

Tom Bornemann:
Na klar, der Tag der offenen Tür findet jedes Jahr statt. Und wenn Corona es zulässt, werden wir das auch nächstes Jahr Ende Januar bzw. Anfang Februar wieder veranstalten. Und dann habe ich geplant, dass wir in unseren Räumen regelmäßig ein paar Minikonzerte veranstalten. Das war eigentlich schon Anfang des Jahres in Planung, aber dann kam uns Corona dazwischen.

In unseren Konzertraum passen rund 30 Gäste rein. Und die Idee ist, dass man die Bühne frei räumt und dann jeder, der Lust hat, drei bis vier Songs vor Publikum zum Besten geben kann. Also im Endeffekt sollen es kleine bunte Musikabende sein, natürlich quer durch die Generationen hindurch. Für die jungen und auch für die erwachsenen Musikschüler ist das eine super Möglichkeit, sich ein Bisschen an die Bühne zu gewöhnen und auch Nervosität bzw. Lampenfieber zu bekämpfen.

The Story Carousel:
Vielen Dank für den tollen Einblick in das Konzept eurer Musikschule! Das klingt wirklich toll!

Tom Bornemann:
Freut mich, dass Dir unser Kozept gefällt. Wenn Du Lust hast schau gerne mal so einem der nächsten Minikonzerte vorbei. Die Termine findest Du immer zeitnah auf unserer Webseite.


Über die “Stage Ahead – School for popular music” in Wiesbaden

(VIDEO: Stage Ahead) Eine schöne Kurzvorstellung der Stage Ahead bietet dieses schönen Video.

Die “Stage Ahead – School for popular music”  (kurz: Stage Ahead) am Bismarckring 3 in Wiesbaden ist die Schule für Populärmusik in Wiesbaden. Seit 2007 können hier Kinder und Erwachsene Instrumente wie Akustik- oder E-Gitarre, Bass, Klavier, Schlagzeug oder Ukulele lernen. Die Stage Ahead bietet zudem Gesangsuntericht an.

Bandprojekt Gapless
(FOTO: Stage Ahead) Die Schülerband Gapless hat immer viel Spaß bei den Bandproben in der Stage Ahead.

Das Unterrichtskonzept unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Musikschulen. Unterrichtstermine können jede Woche mit dem entsprechenden Lehrer individuell verabredet werden, aber natürlich kann man auch einmal die Woche immer zur selben Zeit zum Unterricht kommen. Frei nach dem Motto „Rauf auf die Bühne“ sorgen rund elf kompetente Vollblutmusiker dafür, dass die Schüler, egal ob klein oder groß, schnell selbst mit ihrem Instrument auf der Bühne stehen können.

Bandprojekt Playlist22
(FOTO: Stage Ahead) Auch die Schülerband “Playlist22” ist bereits ein eingespieltes Team und spielt schon so professionell zusammen, wie die Großen.

Neben dem Einzelunterricht steht vor allem das gemeinsame Musizieren im Vordergrund. In unterschiedlichen Bandprojekten, auf Jamsessions und in Orchesterprojekten können Groß und Klein gemeinsam Musik machen und Spaß haben.

Außerdem werden verschiedene Zusatzkurse wie Harmonielehre, Rhythmik-Workshops oder Bandvorbereitungskurse angeboten. Für Bassisten gibt es seit kurzem den Online-Fernkurs „Basszination“. Wer Lust hat einmal in die Stage Ahead reinzuschnuppern kann das entweder am Tag der offenen Tür, der immer Ende Januar/Anfang Februar stattfindet oder nach Vereinbarung über eine kostenlose Probestunde.

Mehr Informationen über die “Stage Ahead – School for popular music” in Wiesbaden und die einzelnen Lehrer auch unter www.stage-ahead.de sowie auf Facebook, Instagram und Youtube.

The "Strings Ahead Ukestra"

Premiere des neuen "Strings Ahead Ukestra" unter der Leitung von Udo Parker beim Tag der offenen Tür mit "You Are My Sunshine". Grandios!

Gepostet von Stage Ahead Musicschool am Dienstag, 4. Februar 2020

(VIDEO: Stage Ahead) Das Stage Ahead Ukulele-Orchester “Strings Ahead” unter der Leitung von Udo Parker jammt “You are my sunshine” am Tag der offenen Tür der Stage Ahead im Februar 2020.

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